Zielgruppe: Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene
Trauma- und Belastungsstörungen
treten auf, wenn Menschen extrem belastende oder lebensbedrohliche Ereignisse erleben. Dazu gehören posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), akute Belastungsstörung und Anpassungsstörungen. Betroffene leiden häufig unter wiederkehrenden Erinnerungen, emotionaler Übererregung, Vermeidungsverhalten und negativen Veränderungen in Denken und Stimmung. Die Behandlung umfasst Psychotherapie, insbesondere Traumatherapie, und in manchen Fällen medikamentöse Unterstützung.
Psychische Probleme und Erkrankungen, z. B. Depressionen, Angststörungen, Zwänge,..
umfassen eine Vielzahl von Störungen, die Denken, Fühlen und Verhalten beeinträchtigen. Dazu gehören Depressionen, die durch anhaltende Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit gekennzeichnet sind, Angststörungen, die übermäßige Sorgen und Furcht verursachen, sowie Zwangsstörungen, bei denen Betroffene unter belastenden Gedanken und wiederholten Handlungen leiden. Weitere Erkrankungen sind bipolare Störungen, Schizophrenie und Persönlichkeitsstörungen. Die Behandlung erfolgt individuell, oft durch Psychotherapie, medikamentöse Unterstützung und gezielte Lebensstilveränderungen.
Persönlichkeitsstörungen
sind psychische Erkrankungen, die durch tief verwurzelte und unflexible Verhaltens-, Denk- und Beziehungsmuster gekennzeichnet sind. Sie beginnen meist in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter und können zu erheblichen Problemen im sozialen, beruflichen und persönlichen Leben führen. Zu den häufigsten Formen gehören die Borderline-Persönlichkeitsstörung (starke Stimmungsschwankungen, Impulsivität), die narzisstische Persönlichkeitsstörung (übersteigertes Selbstbild, Mangel an Empathie) und die schizoide Persönlichkeitsstörung (sozialer Rückzug, emotionale Distanziertheit). Die Behandlung erfolgt meist durch Psychotherapie, insbesondere tiefenpsychologische oder verhaltenstherapeutische Ansätze.
Migration
bezeichnet die dauerhafte oder vorübergehende Wanderung von Menschen über geografische Grenzen hinweg, sei es innerhalb eines Landes (Binnenmigration) oder zwischen Staaten (internationale Migration). Migration kann sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen – für Migrant:innen selbst sowie für die Herkunfts- und Aufnahmeländer. Integrationsprozesse spielen eine zentrale Rolle, um soziale, kulturelle und wirtschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Essstörungen
sind ernsthafte psychische Erkrankungen, die durch gestörtes Essverhalten, eine übermäßige Beschäftigung mit Körpergewicht und -form sowie emotionale Belastungen gekennzeichnet sind. Dazu gehören Magersucht (Anorexie), Ess-Brech-Sucht (Bulimie) und Binge-Eating-Störung. In der Psychotherapie werden zugrunde liegende emotionale Konflikte, negative Denkmuster und problematische Verhaltensweisen bearbeitet. Häufig eingesetzte Therapieansätze sind die kognitive Verhaltenstherapie (KVT), tiefenpsychologische Verfahren und achtsamkeitsbasierte Methoden. Ziel ist es, ein gesundes Essverhalten zu entwickeln, das Selbstwertgefühl zu stärken und emotionale Regulation zu verbessern.
Psychosomatik
beschreibt das Zusammenspiel von psychischen Faktoren und körperlichen Beschwerden, bei denen keine ausreichende organische Ursache gefunden wird. Typische psychosomatische Erkrankungen sind chronische Schmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauf-Probleme oder Hauterkrankungen. In der Psychotherapie werden unbewusste Konflikte, Stressbewältigung und emotionale Belastungen bearbeitet, die sich körperlich ausdrücken. Ansätze wie tiefenpsychologische Verfahren, kognitive Verhaltenstherapie und körperorientierte Therapien helfen, die zugrunde liegenden psychischen Ursachen zu erkennen und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Ziel ist es, das körperliche und seelische Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern.
Schlafstörungen
äußern sich durch Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen, frühzeitiges Erwachen oder einen nicht erholsamen Schlaf. Sie können durch Stress, Ängste, Depressionen oder andere psychische Belastungen verursacht oder verstärkt werden. In der Psychotherapie werden individuelle Ursachen ermittelt und behandelt. Psychotherapie kann helfen, ungünstige Schlafgewohnheiten und negative Gedankenmuster zu verändern. Entspannungsverfahren, Achtsamkeit und Stressbewältigungstechniken unterstützen zusätzlich die Schlafqualität. Ziel ist es, einen gesunden Schlafrhythmus zu fördern und langfristig zu stabilisieren.
Erschöpfungszustände
sind gekennzeichnet durch anhaltende körperliche und geistige Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, emotionale Erschöpfung und verringerte Belastbarkeit. Sie können durch chronischen Stress, Überlastung oder psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout entstehen. In der Psychotherapie werden die individuellen Ursachen analysiert und Strategien zur Stressbewältigung, Abgrenzung und Selbstfürsorge entwickelt. Psychotherapie kann helfen, Energiereserven wieder aufzubauen und langfristig eine gesunde Balance zwischen Belastung und Erholung zu finden.
Supervision und Coaching, speziell für Menschen in belasteten Berufen
sind unterstützende Prozesse für Fachkräfte in belasteten Berufen, wie z.B. im Gesundheitswesen, in sozialen Berufen oder in Führungsetagen, um berufliche Herausforderungen zu bewältigen und die eigene berufliche Praxis zu reflektieren. Supervision zielt darauf ab, berufliche Belastungen zu reduzieren, emotionale Erschöpfung vorzubeugen und die persönliche Entwicklung zu fördern. Coaching unterstützt dabei, spezifische berufliche Ziele zu erreichen und die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern. In Verbindung mit Psychotherapie werden sowohl die psychischen Belastungen als auch die zugrunde liegenden persönlichen Themen bearbeitet, um die Resilienz der Betroffenen zu stärken und langfristig das Wohlbefinden zu fördern.
Selbsterfahrung
in der Psychotherapie bezeichnet den Prozess, bei dem Klient:innen ihre eigenen Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster intensiver wahrnehmen und reflektieren. Dieser Ansatz fördert das Bewusstsein für persönliche Bedürfnisse, Konflikte und unbewusste Muster. In therapeutischen Settings, wird Selbsterfahrung genutzt, um emotionale Blockaden zu lösen und persönliche Entwicklung zu fördern. Ziel ist es, mehr Selbstakzeptanz zu erreichen, die eigene Lebensqualität zu verbessern und den Umgang mit inneren Konflikten und äußeren Herausforderungen zu stärken.
Mögliche Themen, beispielsweise: Umgang mit Erkrankungen, Belastungen in Familie und Partnerschaft, Themen rund um Migration und Migrationshintergrund, Probleme und Fragen bei: Erziehung – Schule – Ausbildung – Beruf – Studium, Krisen und Veränderungen, Berufsbelastungen und Probleme am Arbeitsplatz, frauenspezifische Themen…

---> Siehe auch Eintrag in Psyonline
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